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Ankommen in Costa Rica – Zurück zu meinen ersten Tagen in Mittelamerika

Hier nun mein erster Bericht aus dem tropischen Mittelamerika.

Nach einer anstrengenden 24-stündigen Reise von Berlin über Frankfurt, Puerto Rico, Panama bis nach Costa Rica bin ich endlich!!!!!! im Hostel „Ridgeway“ in San José eingetroffen. Es war am Samstag Nacht 24 Uhr - in Deutschland dagegen war es um diese Zeit schon Sonntag früh 8 Uhr. Mein Trekkingrucksack gehörte zu den fünf von sechs Gepäckstücken, die auf ihrer Reise lieber noch in den europäischen Metropolen verbleiben wollten. Er ist leider in Frankfurt stecken geblieben und kam erst 1,5 Tage später im Hostel in San José an.

Die ersten beiden Tage in Costa Rica verbrachten wir vier ersten Freiwilligen (Lubica, Bruno, Marit und ich) damit uns zu akklimatisieren und uns an die 8 Stunden Zeitverschiebung zu gewöhnen. Es ist erstaunlich, wie müde man nach einem „24-Stunden-Unterwegssein“ ist. Man ist im Flugzeug zwar nicht besonders aktiv, doch zum Schlafen kommt man im Wesentlichen auch nicht, da man immer wieder landet und umsteigen muss.

Der erste Tag in San José nutzten wir dann um uns ein wenig die Stadt anzuschauen und erste kleine Einkäufe zu machen (Arbeitssachen, Früchte und Co). Wir haben uns sehr über die leckeren und bunten Obst- und Gemüsestände erfreut, die unter anderem auch für uns fremde Früchte wie z.B. Marmon Chinos darboten. Der Montag war für die drei anderen Mitfreiwilligen etwas stressiger als für mich. Während ich den Vormittag nutzen konnte, um ein paar bürokratische Sachen zu erledigen und Emails zu schreiben, mussten sie Dokumente im Copyshop kopieren, Passfotos machen und zur Botschaft fahren, um ihren Visumsantrag abzugeben. 12Uhr - kaum zurück im Hostel, mussten wir spontan - innerhalb von einer halben Stunde - einen kleinen Rucksack mit dem wichtigsten Sachen packen und uns auf zum „Korridor“ machen. Da der Jeep in den Regenwald jedoch nur uns, und nicht auch noch unser Gepäck transportieren konnte, blieb das Hauptgepäck 3 weitere Tage in der Hauptstadt. Donnerstag sollten dann auch weitere 7 Mitfreiwillige aus Deutschland ankommen. Lustig an der spontanen Aktion von Pro Regenwald e.V. war, dass wir uns auf zum Busbahnhof machten, aber eigentlich niemand wusste, wo der Busbahnhof ist oder gar in welche Stadt wir fahren sollten. So kam es ebenso spontan dazu, dass wir einen späteren Bus nahmen und am Busbahnhof noch gemütlich vespern konnten. :D

 

Nun zu unserer ersten aufregenden Zeit im Regenwald in Carara – im Westen Costa Ricas:


Nach einer nur einstündigen Busfahrt von San José kamen wir in der überschaubaren Stadt Orotina an. Dort wurden wir schon von Fania (einer Freiwilligen, die schon seit dem Frühjahr im Regenwald arbeitet) erwartet, mit der wir einerseits unsere Gummistiefel für den Regenwald besorgten aber auch andererseits den Einkauf für die darauf folgenden Tage erledigten. DENN: Orotina ist nächstgelegendste Stadt, in der man die Lebensmittel für die Station des Korridor-Projektes besorgen kann. Sie ist 2 Stunden (ca. 36km) Fahrzeit von der Station entfernt. Hiervon fährt man jedoch nur 30min -16km auf einer befestigten Straße und die weiteren anderthalb Stunden-20km über eine steile und durch die starken Regenfälle ausgespülte Lehmpiste bergauf durch den Regenwald.

Diese Fahrt hat im Gesamten einen bleibenden Eindruck bei uns hinterlassen. Zum einen deshalb, weil wir an dem Touristenhighlight dem „Rio Grande de Tarcolés“ gehalten haben und von der Brücke aus ca. 10-15 freilebende Krokodile beobachten konnten. Zum anderen war die Fahrt auf der Lehmpiste ziemlich einprägsam und abenteuerlich, da wir tolle Ausblicke zum Pazifik hatten, den Regenwald von oben mit Nebelwolken gesehen haben und weil es sehr schnell dunkel wurde.

Die Station im Korridor erreichten wir dann verschwitzt und etwas müde gegen 19Uhr. Dort wurden wir auch schon von Martin (dem zweiten Frühjahrsfreiwilligen) mit einem leckeren Abendessen erwartet. Das war – natürlich – Gallo Pinto, das typisch costaricanische Essen aus Reis und Bohnen, das es eigentlich immer zu Essen gibt.

Für die ersten 4 Tage hatten wir das Glück, die Station und den Regenwald noch in ihrer Ursprünglichkeit und Ruhe kennenzulernen. Sie liegt inmitten des Waldes und ist offen gebaut, sodass man alle Naturgeräusche, Lichter und Gerüche direkt wahrnimmt. Man hört die Vögel, ein dauerhaftes Zirpen und auch den mittelgroßen Fluss unterhalb der Station. Man wird mit dem ersten Tageslicht wach, schwitzt in der Vormittagshitze und hört den sturzbachartigen Regen, der in der Regenzeit so gut wie jeden Nachmittag ausmacht.

24 Stunden des Tages verbringen wir hier draußen an der frischen Luft. Es ist ein schönes Lebensgefühl so zu wohnen. Die Küche, der Aufenthaltsraum, die Betten, die Dusche... alles ist offen und direkt mit der Natur verbunden.

Natürlich bringt dies auch einige Schwierigkeiten mit sich, mit denen wir umzugehen erst einmal lernen mussten. Zum Beispiel wird die Kleidung über Nacht klamm oder nach dem Waschen auch nach 2 Tagen nicht richtig trocken. Bücher und Papier werden feucht, Leder und Stoffe schimmeln auf Dauer und auch elektrische Geräte nehmen die Luftfeuchtigkeit von 80-90% über längere Zeit übel.

Auch Tiere wie z.B. Schlangen können/ könnten jederzeit in die Station gelangen. Aus diesem Grund ist besonders in der Dämmerung und im Dunkeln Vorsicht geboten und Aufmerksamkeit oberste Priorität. Trotz allem es ist seeeeehr schön im Korridorprojekt in Carara!


 

10.9.14 23:44
 
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