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Widersprüchlichkeiten (1.Teil)

/// Wasser ///

Wie in meinem letzten Blog berichtet bin ich wohlbehalten in meiner, für das nächste Jahr als solche zu bezeichnende, Heimatstadt Nueva Guinea gelandet. Liebe Leser, ich verzichte darauf jeden einzelnen Tag im genauen auszuführen. Vielmehr möchte ich in meinen Erzählungen solche Umweltangelegenheiten fokussieren, die ich entweder nicht nachvollziehen kann oder die ich als vorteilhaft gegenüber der deutschen Lebensweise erachte.

Plup, plup, plup . . . Beginnen wir mit dem Thema Wasser. Wasser spielt in Nicaragua eine wichtige Rolle. Warum? Der Hauptgrund ist die große Hitze sowie die eingeschränkte Verfügbarkeit v.a. in der Trockenzeit. Nicaragua liegt in der Zone der feuchten Tropen. Durch Abholzung und die Degradierung des Regenwaldes hat sich die Gesamtniederschlagsmenge jedoch bereits um 50% reduziert. Die Konsequenz dessen ist u.a. dass während der Tageszeit oder gelegentlich mehrere Tage lang kein fließend Wasser verfügbar ist. Trotz dessen spielt Körperhygiene und frische, saubere Kleidung eine außerordentliche Rolle. Kleidungsstücke werden maximal einen Tag getragen und anschließend mit Hand gewaschen. Geduscht wird in Anbetracht der Hitze ebenfalls mindestens einmal täglich und anschließend immer Deodorant und Parfum benutzt. Um trotz des eingeschränkten Wasservorrats diese Hygienestandards einhalten zu können, verfügt jede Familie über einige Wassertonnen oder evt. einen Wassertank, mit Hilfe derer sie die „wasserlose Phasen“ überbrücken kann.

  

Für mich völlig unverständlich ist jedoch der völlig verschwenderische Umgang mit dem kostbaren Gut. Dazu gehören Aspekte wie: 1) Die Kleidung zu waschen, auch wenn sie nicht schmutzig ist. 2) Die Großzügigkeit mit der jedes EINZELNE Kleidungsstück gewaschen und gespült wird. Aus Gründen der Sparsamkeit würde ich stattdessen viele Kleidungsstücke gemeinsam in einem Behälter waschen. 3) Waschmaschinen sind aus Kostengründen nur in sehr wenigen Haushalten zu finden (Ich habe bisher nur eine verrostete gesehen). Mithilfe dieser könnte jedoch einiges an Wasser, aber auch an Arbeitszeit gespart werden. (Zusatz: Wenn es sich eine Familie leisten kann, hat sie evt. eine waschmaschinenähnliche Maschine. Diese ist zweigeteilt. In dem einen Abteil werden für etwa zehn Minuten ca. 3kg Wäsche in Wasser bewegt. Anschließend wird sie ausgewrungen, manuell gespült und in die daneben liegende Schleuder getan.) 4) Ein weiterer verschwenderischer Umgang mit Wasser geschieht beim Küchenabwasch. Dieser wird unter der ständigen Hinzufügung von Seife, entweder unter dauernd fließend Wasser oder mit einer Schüssel schöpfend, erledigt. Wassermengen von min. 20-30 Litern pro Abwasch werden hier schnell verbraucht. 5) Zu guter Letzt tropft in meiner Gastfamilie seit Wochen der Wasserhahn in der Küche im Sekundentakt. Ein „NO-GO“, wie ich finde! Deshalb habe ich, neben dem Ansprechen des Problems, temporär dafür gesorgt, dass das Wasser aufgefangen wird.

                          

Es gibt jedoch auch positive Punkte, deren Nachahmung in Deutschland nicht verkehrt wäre. Es wird hier in den Tropen zum Beispiel für ALLES (Abwasch, Wäsche, Duschen und Co.) nur kaltes Wasser genutzt. Dies spart eine Menge Energie und schont die Umwelt.

Des weiteren wird das Toilettenpapier nicht in das WC sondern immer in einen daneben stehenden Behälter geworfen. Dies würde bei uns in Deutschland bestimmt einen nicht unerheblichen Teil an der Abwasserreinigung ersparen. Hierzulande liegt der Grund jedoch in dem Toilettenpapier. Da es sich nicht - wie bei uns - im Wasser zersetzt, würde es die Toiletten verstopfen.

Hierbei stellt sich nun die Frage: Was passiert mit dem Abwasser?Dies sowie andere Widersprüchlichkeiten gibt es in einem nächsten Blog.

Bis bald. eure Sarah

21.10.14 06:14
 
Letzte Einträge: Mein erster Blog - Hola mis amigos,


bisher 2 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Sarah (21.10.14 06:22)
Ich freu mich wenn ihr Fragen oder Kommentare habt. Buenas Noches!


Max (22.10.14 01:39)
Buenas Diaz o Buenas Noches Senora!

Bislang kling das alles recht "abenteuerlich"!
Zum glück kann man sagen, dass dir nicht langweilig werden kann angesichts der vielen kleinen und eigentlich unverständlichen Probleme. Ich hoffe du kannst bei deiner jetzigen Unterkunft eine bleibenden Eindruck hinterlassen.

Ich werde dann wohl sehnsüchtig auf deinen nächsten Eintrag warten. Bis dahin alles Gute

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